LOOK 2026 – Choreografien feministischer Perspektiven

LOOK 2026 – Choreografien feministischer Perspektiven

Gastspielreihe »LOOK« für Tanzkunst & Diversität 2026

Kuratiert von Silke Z.

Unter dem Titel LOOK und unter der künstlerischen Leitung der Choreografin Silke Z. präsentieren die ehrenfeldstudios jedes Jahr vier Tanzgastspiele aus ganz Deutschland.

Ziel ist es Sehgewohnheiten zu hinterfragen und das Publikum mit neuen künstlerischen Perspektiven zu gesellschaftlich aktuellen Themen in Kontakt zu bringen.

Im Jahr 2026 behandelt die Gastspielereihe LOOK Choreografien feministischer Perspektiven. Den Auftakt der Reihe bildet das Gastspiel veline repertoire von Gaia Pellegrini.

#1 veline repertoire | Gaia Pellegrini

veline repertoire ist eine choreografische Studie über italienische TV-Showgirls, fantasiert als lesbische Romanze. „Veline“ bezeichnet ein Showgirl-Duo, dessen Aufgabe es ist, die sogenannten Stacchetti zu performen: 30-sekündige Tanzeinlagen mit fröhlichen Routinen und allgegenwärtigem Lächeln.

Bei der Neuinszenierung ihres Repertoires – von den 1990er-Jahren bis heute – lösen die Performerinnen ihre Bindung an die Kamera und beginnen, füreinander zu tanzen. Was als Spiegelung beginnt, wird zur Verführung: frivole Gesten verdichten sich zu erotischer Spannung, Lächeln verwandeln sich in camphafte Verzauberung, bis die Choreografie die beiden romantisch miteinander verschränkt.

veline repertoire verbindet die Gesten der Performance Million Dollar Smile mit der Choreografie von culo 2 aka le veline und dekonstruiert die glatte Oberfläche berlusconianischer Weiblichkeit, um das darunterliegende Begehren – und den Widerstand – freizulegen.

ÜBER DIE KÜNSTLER:IN
Gaia Pellegrini ist Choreografin und Performerin mit Sitz in Köln. Nach ihrem Studium des Physical Theatre an der Folkwang Universität der Künste in Essen und einer Spezialisierung in Choreografie am Conservatori Superior de Dansa in Barcelona erforscht sie in ihrer Arbeit Intimität, Sexualität und Weiblichkeit als Spektrum. Ausgehend von einem quasi-dokumentarischen Interesse hinterfragt sie Narrative von Misogynie und homosexuellem Begehren und transformiert diese in Räume der Wiederaneignung und Ermächtigung.
Kollaboration ist zentral für Gaias Praxis; zu ihren wichtigsten künstlerischen Partnerinnen zählen Rebecca de Toro, Shauna Fischer, Alice Minervini und Giulia Parenti. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Tanzhaus NRW, im Folkwang Museum, bei MOLT und in der Fondazione Sozzani gezeigt.

CREDITS
Künstlerische Leitung: Gaia Pellegrini
Performance und Choreografie: Gaia Pellegrini in Zusammenarbeit mit den Performer:innen Shauna Fischer und Rebecca de Toro
Showdance Coach: Ley Akpinar
Bühnenbild und Licht: Miranda Simón Abelló
Styling: Giulia Parenti
Musik: Tim Pauli, GFOTY, Gaia Pellegrini, KatKit
Assistenz der künstlerischen Leitung: Luca Frati
Künstlerische Zusammenarbeit und Text: Alice Minervini
Foto: Rafał Stefanski
Ko-Produktion: Tanzhaus NRW, Düsseldorf; ehrenfeldstudios, Köln
Mit Unterstützung von: Antic Teatre; Dansa Metropolitana 2026; ehrenfeldstudios, Köln und Tanzresidenz 2026 Quartier am Hafen
Special thanks to Saskia and Fine for coaching the owner.

Foto: Rafał Stefanski

#2 Food Porn | Hanna Held

Na, heute schon gesündigt? Genascht, geschlemmt, genossen, bereut?

Zwischen Vergänglichkeit, Maßregelung, Konsum und Exzess zerlegt FOOD PORN die guten alten Tischmanieren und lädt ein zum performativen Gelage. Inspiriert von barocken Stillleben, der Vanitas und hyperästhetisierter Food-Fotografie, rücken die Tänzerinnen Hanna Held und Andrea Kößler in der Tanzperformance Genuss und dessen Kippmomente in den Fokus. Ein Spiel zwischen barocker Opulenz und feministischem Schlachtfeld: FOOD PORN treibt Erzählungen rund ums Essen ins Absurde und lädt ein zur kollektiven Verführung durch die scheinbar lasterhaften Reize des Essens.

Don´t wear your best clothes – there will be real food!

TERMINE
Fr, 03.07.2026 | 20 Uhr (Premiere)
Sa, 04.07.2026 | 20 Uhr

An beiden Tagen öffnet ab 19.30 Uhr ein installativer Ausstellungsraum zur thematischen Einstimmung.

CREDITS
Choreografie & Performance: Hanna Held, Andrea Kößler
Video: Vika Gurina
Outside Eye / dramaturgische Beratung: Laura Becker

Foto: Sophia Ebner

#3 Making of a Man | Quindell Orton

Fr, 13.11. & Sa, 14.11.2026

Infos folgen.

TEAM + FÖRDERER

Künstlerische Leitung: Silke Z.
Administration: Andrea Kößler
Organisation: Caroline Simon, Katja Steinbach
Öffentlichkeits- & Pressearbeit: Franziska Nagel

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln.

Up next:

Making of a Man | Quindell Orton

Fr, 13.11. & Sa, 14.11.2026

Tickets demnächst hier!
SCHWÄRMEREI

SCHWÄRMEREI

SCHWÄRMEREI

Offenes Bewegungskollektiv für alle im Stadtraum

Die Öffentlichkeit: ein Platz von Vielen. Wir tau­chen auf, wo wir nicht vermutet werden. Wir schwärmen aus, ein kollektiver Körper, strömen durch Bahnhöfe, Straßen und Plätze. Wir irritieren, fallen auf, werden sichtbar und … verschwinden wieder. Ein unbegrenztes Bewegungskollektiv, das mit performativen Interventionen den öffentlichen Raum verändert. An jedem zweiten Montag im Monat treffen wir uns an verschiedenen Orten in der ganzen Stadt, erstellen Bewegungsformen und erproben diese in der Öffentlichkeit.

Teilnahme jederzeit möglich, offen für Theaterhungrige jeden Alters, kostenfrei, Vorkenntnisse nicht erforderlich.

Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis spätestens Freitag vor dem nächsten Termin.
Alle Infos und Anmeldung unter: tanzen@ehrenfeldstudios.de

Künstlerische Leitung: Silke Z.

TEMPTATION

TEMPTATION

TEMPTATION

Silke Z. & David Vogel

Komm ein bisschen näher. Noch näher. Ganz nah. Spürst du unser Alter? Schmeckst du unsere Erfahrungen? Begehrst Du unser Wissen? Welchen Körper offenbarst du mir?

In TEMPTATION bewegen sich 10 Performer:innen im Alter von über 55 zwischen Lust und Verlust, Flirt und Scham, Genuss und Schmerz und entwerfen in biografischen Auszügen und körperlichen Momentaufnahmen ein Statement zur Sexualität im Alter(n). TEMPTATION begibt sich auf eine lustvolle Reise an stimulierende, verflossene und im Dunklen liegende Orte und widmet sich der Sichtbarkeit von individueller Lust im Alter(n).

TEMPTATION ist eine Produktion der Kompanie Silke Z. und ist 2024 in Kooperation mit dem Schauspiel Köln entstanden. Die Performer*innen setzen sich aus dem Theaterensembles OLDSCHOOL vom Schauspiel Köln unter der künstlerischen Leitung von David Vogel und aus Performer*innen der Kompanie Silke Z. zusammen.

VERGANGENE VORSTELLUNGEN

27.06.2025 @ Festival Performage, Luzern

26.06.2025 @ Festival Performage, Luzern

22.06.2025 @ ehrenfeldstudios, Köln

18.04.2024 @ HochX München

13.04.2024 @ Tanz- und Theaterwerkstatt Ludwigsburg

16.03.2024 @ ehrenfeldstudios, Köln

15.03.2024 @ ehrenfeldstudios, Köln

24.02.2024 @ Schauspiel Köln

CREDITS / FÖRDERUNG
Künstlerische Leitung: David Vogel, Silke Z.
Regie: David Vogel 

Choreografie: Silke Z.
Performance: Friedhelm Friebe, Uta Gärtel, Anne Kaute, Felicitas Martin, Hartmut Misgeld, Bettina Muckenhaupt, Guido Preuss, Mina Rahimzacleh, Gabriele Seiler-Seidler, Majid Taatizadeh, Joalia Ellwanger
Kostüm: Julia Misiorny, Anette Köhler
Ausstattung: Anna Lachnit
Lichtdesign: Garlef Kessler
Sounddesign: Liam Giles
Produktionsleitung & -assistenz: Hanna Held, Matthis Volkmar
Assistenz & Praktikum: Joalia Ellwanger

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Bevorstehende Veranstaltungen werden hier angezeigt

LUSTOPIA

LUSTOPIA

LUSTOPIA

Silke Z., Laurynas Žakevičius, Airida Gudaitė | Silke Z. x LOW AIR

 

LUSTOPIA ist ein intergenerationelles Bühnenstück zu den Themen Lust und Utopie, das in Koproduktion der Choreograf:innen Laurynas akeviius und Airida Gudait, der Urban Dance Kompanie LOW AIR aus Vilnius, Litauen, und der zeitgenössischen Choreographin Silke Z. aus Köln entsteht.
Das Projekt bringt sechs Tänzer:innen aus Litauen und Deutschland zusammen, die sich stark in Alter, Generation, Ability und Tanzbiografie unterscheiden.

Individuell und als Kollektiv folgen die sechs Tänzer:innen den Verlockungen von Pleasure-Momenten und entwickeln utopische Entwürfe einer einzigartigen und geteilten Lust.
Es entsteht eine bildreiche Performance, die mit Genuss, Obszönität und Intimität spielt und Realitäten fernab des glattpolierten Mainstreams offenbart.

Auf der Suche nach einer lustvollen Freiheit transformieren sich die Performer:innen immer wieder, explorieren mit hoher körperlicher Intensität unterschiedliche Stadien von Lust und knüpfen dabei untereinander und mit dem Publikum sichtbare und unsichtbare Allianzen.

LUSTOPIA ist ein sinnliches Fest der Freuden, das Kategorien wie Alter, Geschlecht oder Behinderung immer wieder streift aber nie zur normativen Ordnung werden lässt.

STIMMEN ZUR PERFORMANCE

Es ist eine der besten Aufführungen, die in der letzten Zeit im zeitgenössischen Tanz zu sehen waren…
Was in diesen Zeiten untergeht, ist die Lust. Die Lust am Leben, die Lust am anderen Menschen, egal, wer er ist. Der Blitzstrahl, der in die Seele fährt, wenn man einem anderen Menschen in die Augen blickt, das unverhohlene Verlangen nach dem, der in einem mehr auslöst als das bloße, ohnehin beglückende Gefühl der Seelenverwandtschaft. Choreografin Silke Z. geht sogar so weit, nach der Lust als Utopie zu fragen, also nach etwas, was nicht existiert, was erst in der Zukunft liegt, womöglich uneinlösbar ist. Michael S. Zerban (O-Ton Kulturmagazin)

Die Performance zeigt auf ganz starke Weise, dass Lust völlig unabhängig von Alter, Ability oder Geschlecht existiert. So oft wird älteren, queeren oder behinderten Menschen ihre Sexualität abgesprochen, in LUSTOPIA wird sie hingegen zelebriert und sichtbar gemacht. Nicht nur ihre Sexualität, sondern ihre Lebenslust wird hier gefeiert. Wir sehen halbnackte Körper in höchster Anstrengung, im leidenschaftlichen Tanz, die sonst fast nie auf der Bühne einen Platz finden. Beim Zugucken werden jedoch auch der Druck, das innere Ringen und der Kampf um Selbstermächtigung, sichtbar. Dann wieder löst sich die Anspannung und wird durch Ausgelassenheit, Leichtigkeit und liebevolle Umarmungen aufgefangen.

I saw you tonight – and you saw me. I want to thank you very much!!!

Die emotionale Intensität und das gegenseitige Verständnis mit denen die Tänzer*innen hier in die Begegnungen gehen und gesellschaftliche Normen herausfordern, haben mich sehr berührt. Franziska Nagel

I haven’t had such intense eye contact for a very long time. I felt so much while the performance – I was kind of scared, fascinated and deeply touched at the same time. I thank you very much for this hour – for this contact. Audience member

LUSTOPIA ist ein vielschichtiges Werk, für das eine Definition, ein Thema, eine Erfahrung, wie ich finde, nicht ausreicht. Wie fordern dich auf, mutig zu sein, wir überraschen dich mit unerwarteten Entscheidungen, wir bieten dir die Möglichkeit ein angenehmes Unbehagen zu erleben. Wir werden dich berühren und nicht loslassen, aber vor allem werden wir dich wahrnehmen und einladen, uns zuzuhören.

Während der Aufführung wirst du dich sich selbst in jedem von uns entdecken – vielleicht wirst du eine köstliche Mahlzeit zu dir nehmen, vielleicht wirst du dich einsam fühlen, dich selbst und deinen Platz im Raum in Frage stellen, von Lust und Vergnügen erfüllt sein, vielleicht moralische Normen in Frage stellen, dich wie der glücklichste Mensch fühlen, dick oder dünn sein, rothaarig oder rasiert, langsamer oder schneller tanzend. Oder vielleicht wirst du einfach du selbst sein – mit deinen eigenen Lebenserfahrungen, Sehnsüchten, Wünschen, Ideen und Gefühlen. Dmitrijus Andrušanecas, Tänzer

VERGANGENE VORSTELLUNGEN

26.10.23 @ ehrenfeldstudios, Köln

27.10.23 @ ehrenfeldstudios, Köln

28.10.23 @ ehrenfeldstudios, Köln

01.06.24 @ Theater Marabu, Tanzgenerator Bonn

02.06.24 @ Theater Marabu, Tanzgenerator Bonn

CREDITS / FÖRDERUNG

Künstlerische Leitung: Silke Z.
Choreografie: Silke Z., Laurynas Žakevičius, Airida Gudaitė
Tanz: Caroline Simon, Hanna Held, David Winking, Grėtė Vosyliūtė, Dmitrijus Andrušanecas, Darius Stankevičius
Licht + Bühne: Garlef Kesler
Musik + Sounddesign: Liam Giles
Kostüm: Melina Jusczyk
Management: Hanna Held
Organisation: Rica Hellige

Assistenz: Franzika Nagel

Die Aufführung ist Teil des Programms zur 700-Jahr-Feier von Vilnius.

            

               

Bevorstehende Veranstaltungen werden hier angezeigt

Es ist eine der besten Aufführungen, die in der letzten Zeit im zeitgenössischen Tanz zu sehen waren.

– Michael S. Zerban (O-Ton Kulturmagazin)

DETAILS

SPRACHE  Deutsch, Englisch
DAUER  65 min.